Eine Erfolgsgeschichte jährt sich zum 40. mal

Auf sein 40-jähriges Bestehen blickt der Spiel- und Sportverein SSV Schorndorf zurück. Gefeiert wird nicht im großen Stil, sondern in kleinem Rahmen mit einem Festabend am Samstag. Beim SSV wurde in den  vergangenen 40 Jahren eine beachtliche Aufbauarbeit geleistet – vom reinen Fußballclub mit 32 Gründungsvätern zu einer inzwischen stattlichen Sportfamilie mit sieben Abteilungen und 807 Mitgliedern. Als größter Verein ist der SSV aus dem sportlichen und gesellschaftlichen Leben der Gemeinde nicht wegzudenekn, was insbesondere mit der Betreuung von 301 Kindern und Jugendlichen unterstrichen wird.

Die Entwicklung des SSV seit der Gründung 1968 kann trotz manchen Tiefen als „einzigartige Erfolgsgeschichte“ mit stetigem Aufwärtstrend beschrieben werden. Neben dem Anwachsen der Mitgliederzahl zeigt sich dies am Ausbau der Abteilungen: Dem Fußball folgten Gymnastik, Tennis, Eisstock, Tischtennis, Karate und Ski und sowie die  Sportanlagen an der Nanzinger Straße. „Jüngstes Kind“ ist die neue Eisstock-Arena, die einen vom Wetter unabhängigen Sportbetrieb ermöglicht; hier wird auch das Jubiläum gefeiert.

Mehr  Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre – 37 Prozent aller Mitglieder – finden in den Abteilungen und Mannschaften ein breites Sportangebot. Viele ehrenamtliche Trainer und Betreuer betreiben mit dem Nachwuchs nicht nur Sport, sondern bieten sich bei anderen Unternehmungen wie Ausflügen, Zeltlagern, Saisonabschlussfeiern und vielem mehr an.

Wie in vielen anderen Orten wurde der SSV im November 1968 als reiner Fußballverein gegründet. Sportlich boten sich gute Voraussetzungen, kickten doch bereits etliche Schorndorfer vorher bei Nachbarvereinen (Michelsneukirchen, Untertraubenbach). Größere Probleme bereitete die Sportplatzfrage; Ludwig Schmidbauer stellte eine Wiese als ersten „Fußballplatz“ zur Verfügung.

Schon 1969 nahm auch die erste Jugendmannschaft den Spielbetrieb auf. Einen nächsten Meilenstein bildete 1972 der Bau eines eigenen, neuen Fußballplatzes an der Nanzinger Straße. Schien das Areal damals Kritikern zu weit vom Ort entfernt, so ist das Sportgelände durch rege Bautätigkeit mit dem Dorf zusammengerückt.

Meilenstein in der Vereinsgeschichte

Abteilungen

Fußball: 1. und 2. Herrenmannschaft, Alte Herren, Damen und Mädchen (B-Juniorinnen), Jugend (A-, B- und C-Junioren in Spielgemeinschaften, D-Junioren, E-Junioren, F-Junioren, G-Junioren); 1. Abteilungsleiter Hubert Krottenthaler;

Gymnastik: Damengymnastik, vier Mädchentanzgruppen, Fit and Fun for Girls, Kinderturnen, Mutter-Kind-Turnen; Abteilungsleitertrio mit Brigitte Luger, Monika Fritsch und Beate Götz;

Tennis: Herren, Herren 40 I und II, Juniorinnen, Junioren, Knaben 14, Bambini 12, Kleinfeld; Abteilungsleiter-Duo mit Ferdinand Schwarzfischer und Gaby Steiner;

Eisstock: fünf Mannschaften bei den Sommer- und Wintermeisterschaften; Abteilungsleiter Erich Meisinger;

Tischtennis: Herren I, II und III, Mächen, Jungen, Bambini; Abteilungsleiter Thomas Klein.

Karate: zwei Gruppen für Kinder bzw. Jugendliche sowie Erwachsene; Abteilungsleiter Martin Neuner.

Ski: Ski- und Snowboardkurse im Januar/Februar für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (Anfänger und Fortgeschrittene); Abteilungsleiter Gotthard Michalke.

Jugendzirkel  mit der Hauptjugendleiterin Sigrid Seigner und Stellvertreter Markus Sperlich.

An der positiven Entwicklung des SSV haben einige Persönlichkeiten maßgeblichen Anteil. Nach Gründungsvorstand Siegfried Wanninger und Alois Gigler (1969 bis 1971) führt Gotthard Michalke von 1971 bis 1981 die Vereinsgeschicke und leistete unschätzbare Aufbauarbeit. Das Gleiche gilt für Jugendleiter Erwin Bucher, ebenfalls von 1971 bis 1981 im Amt. Nachfolger als Vorsitzender wurde Johann Schmidbauer, zuvor Stellvertreter, der dem Engagement seines Vorgängers  in keiner Weise  nachstand. Noch im Jahr seines Amtsantritts rief Schmidbauer das Gerüpelturnier ins Leben, das später im gesamten Landkreis und auch in anderen Sportarten als Fußball viele Nachahmer fand.

Unter der Vorstandschaft Schmidbauers wurde der SSV zu einem „multifunktionalen“ Sportverein ausgebaut (Gründung Tennis-, Eisstock-, Ski- und Tischtennisabteilung). In seine Amtszeit vielen wichtige Bauprojekte, insbesondere das neue Sportgelände mit Rasenspielfeld, zwei Tennisplätze und Eissockbahnen (Einweihung 1990). 1995 übernahm Schmidbauer Helmut als Vorsitzender des Hauptvereins die Führung (Mitgliederanstieg von 520 auf 703), 2003 der derzeitige Amtsinhaber Thomas Wanninger.

Gotthard Michalke, Johann Schmidbauer und Helmut Schmidbauer wurden für ihre Verdienste zu Ehrenvorsitzenden ernannt. Und noch zwei Namen bleiben nicht unerwähnt, sind sie doch seit der Gründung ihrer jeweiligen Sparten bis heute als Abteilungsleiter im Amt: Erich Meisinger aus Nanzing (Eisstock, seit 1985) und Thomas Klein aus Knöbling (Tischtennis, seit 1988).

© SSV Schorndorf 2008